Mannschaftskämpfe 2009/10
Mannschaftsbilanz SC Starnberg
| Regionalliga Süd-Ost | DWZ | 1 PAR2 | 2 WAL | 3 FRE | 4 UGE | 5 GRÄ | 6 TRO | 7 LNH | 8 DEG | 9 ILM | Punkte | % | Brett | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Schäfer,Matthias | 2261 | - | |||||||||||
| 3 | Terzic,Safet | 2188 | ½ | ½ | ½ | ½ | ½ | ½ | 1 | 1 | 5/8 | 62.5% | 1.1 | |
| 4 | Absmaier,Friedrich | 2091 | 0 | 0 | 1 | 0 | ½ | 0 | 0 | 1½/7 | 21.4% | 2.1 | ||
| 5 | Gschwendtner,Klaus | 2091 | 1 | ½ | 0 | ½ | ½ | ½ | ½ | 0 | 3½/8 | 43.8% | 3.0 | |
| 6 | Szalewa,Sven | 2051 | 1 | 0 | 0 | ½ | ½ | 1 | 0 | 3/7 | 42.9% | 3.9 | ||
| 8 | Wehr,Stephan | 1980 | ½ | ½ | ½ | 1½/3 | 50% | 4.7 | ||||||
| 9 | Litzka,Matthias,Dr. | 2111 | 0 | 0 | 1 | 1/3 | 33.3% | 5.3 | ||||||
| 10 | Fließbach,Torsten | 2008 | 1 | 1 | 0 | ½ | 2½/4 | 62.5% | 5.8 | |||||
| 11 | Rulik,Oliver | 1941 | ½ | 0 | 1 | 0 | ½ | 0 | 1 | 3/7 | 42.9% | 5.9 | ||
| 12 | Pappenheim,Rainer,Dr. | 2001 | 1 | 0 | ½ | 1 | ½ | 1 | 4/6 | 66.7% | 6.7 | |||
| 14 | Winkler,Stefan | 1853 | ½ | 0 | ½ | 0 | 0 | ½ | 0 | 1½/7 | 21.4% | 7.7 | ||
| 15 | Strecker,Gerhard,Dr. | 1863 | 0 | ½ | ½/2 | 25% | 8.0 | |||||||
| 16 | Mesesan,George | 1800 | 0 | 0/1 | 0% | 8.0 | ||||||||
| Ergebnis | 5½ | 1 | 4 | 2 | 3½ | 0 | 4½ | 3 | 3½ | |||||
| Brettpunkte | 5½ | 6½ | 10½ | 12½ | 16 | 16 | 20½ | 23½ | 27 | 27/63 | 42.9% | |||
| Mannschaftspunkte | 2 | 2 | 3 | 3 | 3 | 3 | 5 | 5 | 5 | 5/18 | 27.8% | |||
| Platzierung | 4 | 8 | 7 | 9 | 9 | 10 | 8 | 9 | 10 | |||||

| 9.Runde am Sonntag, 11.04.2010, 10:00 Uhr | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SC Starnberg | SV Ilmmünster | |||||||
Es hatte sich ja schon abgezeichnet, nun ist es amtlich: Wir sind aus der Regionalliga abgestiegen. Es war von Anfang an eine Seuchensaison mit nicht enden wollenden Schwierigkeiten. Wir stolperten von einem Problem ins nächste. Unser Abstieg ist kein Zufall. Keine Mannschaft kann derartige Nackenschläge verkraften, wie wir sie in jüngerer Vergangenheit immer wieder hinnehmen mussten. Andererseits haben wir nun die Chance, uns eine Klasse niedriger zu konsolidieren. Der Druck ist nun weg, und die Aussicht, wieder öfter zu gewinnen, bringt für die Teammitglieder sicherlich auch mehr Spaß und damit mehr Selbstvertrauen. Auch heute gelang es mir nicht, die bestmögliche Mannschaft aufzubieten. Diejenigen, die antraten, gaben wie immer ihr Bestes, aber es reichte nicht. Der nimmermüde Safet war wie so oft der erste, der seine Partie beendete. Allerdings lieferte er keine Punkteteilung, sondern einen vollen Zähler! Die Freude über die unverhoffte Führung währte nicht lange. Der Schreiber dieser Zeilen musste nach einer erneut enttäuschenden Vorstellung die Segel streichen. Drei Bauern weniger im Turmendspiel waren einfach zu viel! Nach einer ganzen Weile ohne Ergebnisänderung prasselten plötzlich die Resultate an den Brettern 4 bis 6 nur so herein. Oliver spielte aus meiner Sicht die beste Partie des Tages. Das war wirklich hübsch anzuschauen – 2:1. Stephan hätte nach eigenen Worten vielleicht mehr erreichen können als ein remis, dennoch war die Punkteteilung in Ordnung. Sven traf auf den stark verbesserten Thomas Niedermeier. Er kam nicht wie gewohnt ins Spiel und geriet in eine passive Stellung. Das war nicht mehr zu reparieren. Eine ausgezeichnete Vorstellung lieferte Rainer ab. Wehe, wenn man ihn zum spielen kommen lässt! Seine lang anhaltende Initiative führte zum Qualitätsgewinn. Im Endspiel wanderte sein a-Bauer unaufhaltsam der Umwandlung entgegen. Da konnte er sogar seinen verbliebenen Turm opfern! Unterdessen musste Klaus seine lange gut stehende Partie nach einem Qualitätsverlust aufgeben. Es stand 3,5:3,5 und Fritz kämpfte noch verbissen, trotz erlittenem Damenverlust im Mittelspiel. Als sein Gegner noch acht Sekunden (!) auf der Uhr hatte, ließ sich Fritz einzügig mattsetzen. Aber kein Vorwurf an ihn. Er hat sechs Stunden lang alles gegeben. An ihm lag es bestimmt nicht, dass wir abgestiegen sind. Als die letzte Partie lief, klingelte das Festnetztelefon im Personal-Casino. Ich hob ab und hatte zu meiner überraschung einen Spieler aus Deggendorf dran, unserem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Er wollte wissen, wie unser Kampf ausgegangen ist. Arglos sagte ich ihm, dass wir noch spielten und es 3,5:3,5 stünde. Unmittelbar danach wollte er wieder auflegen. Ich verhinderte dies durch Nachfrage nach deren Ergebnis, erhielt aber lediglich die Auskunft, dass in Pang-Rosenheim ebenfalls noch gespielt werde. Ich hakte abermals nach und wollte das Zwischenresultat wissen, aber der Deggendorfer hängte einfach ein, obwohl er mich akustisch verstanden hatte! Fair play sieht anders aus. Wir werden uns diesen Vorfall merken. Man sieht sich im Leben immer zweimal! Auch wenn wir eine mit Enttäuschungen gespickte Saison hinter uns haben, möchte ich mich bei allen Spielern bedanken, die sich an unseren Mannschaftskämpfen beteiligt haben. Es läuft nicht immer nach Wunsch, aber gerade in schlechten Zeiten muss man zusammen stehen. Unter anderem deshalb mache ich als Mannschaftsführer weiter, auch wenn die zeitliche Belastung mit Mannschaftsaufstellung, Organisation, Partieneingabe usw. hoch war. Zumindest Letzteres fällt ab der nächsten Spielzeit weg. Auf ein Neues in der Bezirksliga! | ||||||||
| 8.Runde am Sonntag, 21.03.2010, 10:00 Uhr | ||||||||
| SV Deggendorf | SC Starnberg | |||||||
Die Möglichkeit, durch einen Sieg in Deggendorf den Klassenerhalt doch noch sicherzustellen, haben wir heute leider nicht nutzen können. Die letzten sieben Mohikaner, die die Reise nach Niederbayern angetreten hatten, mühten sich nach Kräften, aber vergeblich. Unser kampfloser 0:1 Rückstand wurde zunächst durch Oliver Ruliks Niederlage an Brett 5 vergrößert. Für den Mannschaftsführer kam dies überraschend, für Oliver nicht. Klaus Gschwendtner und Rainer Pappenheim standen beide relativ früh mit zwei Minusbauern und miserablen Stellungen da, während sich Gerhard Strecker und meine Wenigkeit mühten, aus remisverdächtigen Endspielen Gewinnstellungen zu zaubern. Gerhard und ich lehnten Remisangebote ihrer Gegner ab. Kurz darauf meldete Fritz Absmaier, dass er verloren hat 0:3. In diesem Moment war der Kampf entschieden. Zwar konnte Klaus seine Bauernverluste nicht nur „aufholen“, sondern sogar noch einen dritten kassieren, aber es entstand ein Endspiel mit Dame und ungleichfarbigen Läufern, das nicht zu gewinnen war. Immerhin rettete Rainer durch seine Zähigkeit ein total verlorenes Turmendspiel zum remis. Gerhard und ich gaben unsere zwecklosen Gewinnversuche auf und fügten uns ins Unvermeidliche – remis. Safets schön heraus gespielter Schwarzsieg war letztlich wertlos, aber hielt unsere Pleite wenigstens in Grenzen. Mit einem Sieg in der letzten Runde gegen Ilmmünster können wir bestenfalls noch Platz 8 erreichen, aber nur, wenn Pang-Rosenheim II gegen Deggendorf gewinnt. Selbst wenn wir den 8. Rang erklimmen sollten, würde es uns wahrscheinlich nichts nützen, denn dadurch, dass aus der Landesliga Süd vermutlich zwei Mannschaften in die Regionalliga Südost zurückkehren werden, müssen drei Teams aus der Regionalliga absteigen. Aber jetzt müssen wir erst einmal gegen Ilmmünster gewinnen, was schwer genug wird. | ||||||||
| 7.Runde am Sonntag, 28.02.2010, 10:00 Uhr | ||||||||
| SC Starnberg | SK Landshut | |||||||
HURRA wir leben noch! Mit dem zweiten Saisonsieg haben wir uns die kleine Chance erhalten, doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. Dieser Erfolg hing lange am seidenen Faden, war aber letztlich doch verdient, da wir die Hoffnung nie aufgegeben haben und alle Teammitglieder wirklich ihr Bestes gaben. Dabei hatte es miserabel angefangen. Das Experiment, den Schreiber dieser Zeilen in die Zweite zu verfrachten und stattdessen George Mesesan nach dessen hervorragenden Ergebnissen aus den letzten Monaten eine Chance zu geben, ging leider daneben. Nach etwas mehr als zwei Stunden stand es bereits 0:1. Als ich gegen 12:30 endlich Gelegenheit hatte, nach dem Rechten zu sehen, musste ich feststellen, dass an den Brettern 1 und 3 die Grundstellung aufgebaut war. Safet und Klaus hatten jeweils remisiert. Und auch an den anderen Brettern sah es nicht rosig aus. Dann aber vernahm ich die frohe Kunde von Sven Szalewa, dass er zum 2,5:2,5 ausgeglichen hatte. Seine Königsindisch-Killerpartie ist wirklich sehenswert! Torsten Fliessbach an Brett 7 steuerte ein sicheres Remis bei. Mehr war in der relativ ereignisarmen Partie nicht drin. Das entstandene Damenendspiel gab nicht mehr her. Die Weichen auf Sieg stellte am 6. Brett Matthias Litzka, der einen versteckten taktischen Schlag anbrachte. Bauer plus Qualität war der Ertrag aus dieser Aktion. Kurz darauf konnte ich die "1" in die Spielberichtskarte eintragen. Es stand 4:3! Rückkehrer Stephan Wehr musste ein Turmendspiel mit Minusbauern remis halten, um den Gesamtsieg zu sichern. Dies gelang ihm in überzeugender Manier. Nach einer Stunde vergeblicher Gewinnversuche stellte der Landshuter seine Bemühungen ein. Damit waren die beiden Mannschaftspunkte endlich eingefahren! Um den Klassenerhalt zu sichern, reicht das aber noch nicht. In drei Wochen fahren wir zuversichtlich nach Deggendorf, um unseren kraftvollen Schlussspurt fortzusetzen! | ||||||||
| 6.Runde am Sonntag, 07.02.2010, 10:00 Uhr | ||||||||
| TSV Trostberg | SC Starnberg | |||||||
| * kampflos | ||||||||
| 5.Runde am Sonntag, 24.01.2010, 10:00 Uhr | ||||||||
| SC Starnberg | SK Gräfelfing | |||||||
Wir haben alles gegeben und gegen einen starken Gegner gut gekämpft, aber auch diesmal hat es wieder nicht gereicht. Mit dem unglücklichsten aller Ergebnisse (3,5:4,5) mussten wir uns gegen Gräfelfing geschlagen geben. Momentan fehlt einfach das Schlachtenglück. Wie meistens lieferte Safet das erste Remis gegen FM Wolfgang Riedel. Sven Szalewa erreichte am 3. Brett ebenfalls eine Punkteteilung gegen den spielstarken Jürgen Hofmann. Kurz darauf lieferte der Kapitän nach schwacher Vorstellung eine weitere Null ab. Unser Rückstand vergrößerte sich dann noch, als Dr. Matthias Litzka in kritischer Gesamtlage remis ablehnte, folgerichtig weiterspielte und am Ende prompt verlor. Wäre diese Partie remis ausgegangen, hätten wir ein 4:4 geschafft. Aber Konjunktive zählen nicht. Der amtierende Stadtmeister Klaus Gschwendtner hielt am 2. Brett in einer anspruchsvollen Positionspartie gegen Oliver Gesing das Gleichgewicht – remis. Die Partie des Tages war für mich diejenige an Brett 4 zwischen Stephan Wehr und Alexander Würdinger. Stephan hat ca. eineinhalb Jahre nicht mehr gespielt und wollte es jetzt wieder versuchen. Ich fand das aller Ehren wert! Aber damit nicht genug. Die Partie gegen seinen erfahrenen Gegner Alexander Würdinger konnte sich sehen lassen. In akute Verlustgefahr geriet er nie. Das Remis war gut herausgespielt und absolut verdient. Hoffentlich gibt ihm dieser Erfolg Auftrieb für den weiteren Saisonverlauf! Dr. Rainer Pappenheim rang trotz der bereits feststehenden Niederlage seinen Gegner in einem Doppelturmendspiel nieder und stellte somit das Endergebnis her. Bereits in zwei Wochen geht es zum Auswärtsspiel nach Trostberg. Dort bietet sich eine neue Chance, den Abstiegsrang zu verlassen. | ||||||||
| 4.Runde am Sonntag, 13.12.2009, 10:00 Uhr | ||||||||
| SC Unterpf.-Germering | SC Starnberg | |||||||
Wir haben die Seuche. Es läuft kaum etwas zusammen! Trotz ordentlicher Aufstellung brachten wir auch in unserem zweiten Auswärtsspiel kein Bein auf die Erde. Wenn eine Partie kippte, und das waren einige, dann zu unseren Ungunsten. Einzig Rainer an Brett 7, der eine tolle Partie spielte und mittels eines Turmopfers ein ungewöhnlich hohes Risiko ging, hatte etwas Glück, denn in der Endstellung ist nicht ersichtlich, wie er zum vollen Punkt hätte kommen sollen. Den Gipfel der Unzulänglichkeiten lieferte der Schreiber dieser Zeilen. In ausgeglichener und übersichtlicher Endspielstellung stellte er ersatzlos einen Läufer ein. So können wir natürlich nicht zum Erfolg kommen. Was ich den bisher Beteiligten sehr hoch anrechne, ist die nach wie vor hohe Spielbereitschaft. Ich bin mir sicher, dass unser Fleiß und Einsatz im weiteren Verlauf der Saison zu den gewünschten Ergebnissen führen wird. Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen! Immerhin haben wir unter den aktuellen Umständen drei Mannschaftspunkte ergattert. Das lässt hoffen. | ||||||||
| 3.Runde am Sonntag, 29.11.2009, 10:00 Uhr | ||||||||
| SC Starnberg | SK Freising | |||||||
Totgesagte leben länger! Womit die wenigsten gerechnet hatten, trat ein. Unser gut aufgestelltes Team erzielte gegen den Landesligaabsteiger ein Unentschieden, das für unsere Gäste äußerst glücklich zustande kam. Vor dem Kampf hätte ich einen Mannschaftspunkt gegen Freising gerne genommen. Im Nachhinein war es ein Punktverlust. Doch der Reihe nach: Wie fast schon üblich lieferte Safet das erste Ergebnis, eine Punkteteilung mit Schwarz. Noch besser kam es, als Oliver Rulik plötzlich mit der Siegmeldung daher kam! Der Berichterstatter hatte vom Partieverlauf nebenan später nichts mehr mitbekommen. Sein Gegner hatte sich in guter Stellung mit der Dame am Brettrand verrannt, wo sie von einem von Olivers Springern einkassiert wurde! Unsere erste Führung war jedoch von kurzer Dauer. Bald darauf glich Freising an Brett vier zum 1,5:1,5 aus. Sven Szalewa unterlief eine Ungenauigkeit, die ausreichte, um die Stellung auf Dauer hoffnungslos zu machen. Gleich darauf zog auch Klaus Gschwendtner den Kürzeren. Gegnerische Schwerfiguren machten ihm das Leben schwer, und am Ende war ein Freibauer nicht mehr aufzuhalten. Aber da war ja noch unser alter Haudegen Fritz Absmaier. Er zeigte auf wunderbare Weise, wie man einen Skandinavier behandeln muss. Eine Partie wie aus einem Guss. BRAVO Fritz! Als dann auch noch Torsten Fliessbach mit der erfreulichsten aller Meldungen aufwartete, schien der Mannschaftserfolg nahezu sicher. Nach längerem Lavieren gelang ihm am Damenflügel der entscheidende Durchbruch. Währenddessen verwaltete Matthias Litzka am fünften Brett seine Mehrfigur und schien dem sicheren Sieg entgegen zu steuern. Aber dann geschah das Unglaubliche: Er verfolgte den falschen Plan und lief mit seinem König geradewegs in ein klassisches Hilfsmatt. In einer Stellung mit stark reduziertem Material gab es plötzlich kein Entrinnen mehr. So kamen die Freisinger also zum sehr glücklichen Ausgleich. Nun quälte sich nur noch der Berichterstatter mit einem Turmendspiel mit Minusbauer herum, nachdem er im Mittelspiel klar auf Gewinn gestanden war, aber mangels Technik die richtige Zugfolge nicht gefunden hatte. Am Ende waren es sogar drei gegen einen Bauern, aber es waren viele Seitenturmschachs möglich, die dem Schwarzen das Leben schwer machten. Außerdem war die Zeit bis auf fünf Minuten abgelaufen. So nahm der Freisinger also das erfolgte Remisangebot an, obwohl er noch einige vielversprechende Gewinnversuche hätte starten können, wie die anschließende Analyse ergab. Am Ende stand also ein 4:4, wobei unklar ist, ob wir darüber lachen oder weinen sollen. Mit drei Mannschaftspunkten nach drei Runden sollten wir aber insgesamt zufrieden sein. | ||||||||
| 2.Runde am Sonntag, 15.11.2009, 10:00 Uhr | ||||||||
| SC Waldkraiburg | SC Starnberg | |||||||
Das war heute mein 350. Mannschaftskampf für unseren Club, und es war der Schlimmste! Ich kann und will gar nicht viel darüber schreiben. Es lief einfach NICHTS zusammen, obwohl die Einstellung stimmte und die Anfahrt einwandfrei verlief. Safet nahm in Verluststellung das Remisangebot seines Gegners blitzschnell an. Somit ging es gar nicht so übel los. Aber dann…Links neben mir strich Gerhard bereits nach 19 Zügen völlig überraschend die Segel. Rechts neben mir wurde Rainer von einer selten gespielten Eröffnung überrascht. Insofern war es in meiner unmittelbaren Umgebung relativ bald ruhig. Zu diesem frühen Zeitpunkt konnten wir aber noch hoffen, zumal Klaus, Fritz, Sven, Oliver und ich gut bis sehr gut standen. Die Remismeldung von Klaus kam dann aber als gefühlte Niederlage an. Bald darauf verflüchtigte sich auch Fritzis Vorteil, und ich warf meine gut stehende Partie mit dem 40. Zug weg – 1:4! Fritz konnte das entstandene Doppelturmendspiel ebenso wenig halten wie Sven sein schwer zu behandelndes Springerendspiel. Als „Krönung“ ließ sich Oliver, der eine ausgezeichnete Partie gespielt hatte, nach fünf Stunden einzügig matt setzen. Das passte so richtig zu diesem missratenen Tag! Natürlich drückt dieses Resultat nicht unser wahres Leistungsvermögen aus, und ich bin mir absolut sicher, dass etwas in dieser Art nicht mehr vorkommen wird. Wenigstens haben wir die Chance, dieses furchtbare Erlebnis bereits in zwei Wochen beim Heimkampf gegen Freising vergessen zu machen. Ein zugegebener Maßen schwacher Trost. Fazit: Lieber einmal mit 1:7 verlieren, als fünfmal mit 3,5:4,5. | ||||||||
| 1.Runde am Sonntag, 18.10.2009, 10:00 Uhr | ||||||||
| SC Starnberg | SG Pang/Rosenheim II | |||||||
Was für ein Saisonstart! Mit einem in dieser Höhe nie erwartenden Sieg gewannen wir in überzeugender Manier gegen eine Mannschaft aus Pang-Rosenheim, die wir deutlich stärker erwartet hatten. Aber warum soll es denen anders gehen als unserer Zweiten. Offensichtlich mussten sie mehr Spieler an die Erste abgeben, als ihnen lieb war. Das soll unsere klasse Vorstellung aber nicht schmälern. Unser allseits geschätzter Safet schleppte sich mit einem üblen grippalen Infekt und rasenden Kopfschmerzen ans Brett, was aller Ehren wert war. Ohne ihn ist unsere Mannschaft einfach nicht vorstellbar. „Nur wenn sterben, ich kann nicht kommen!“ Er lieferte dann auch das erste Ergebnis (remis), womit sein Gegner glücklicher Weise einverstanden war. Den ersten vollen Punkt der Saison lieferte Torsten Fliessbach, der nach wechselhaftem Partieverlauf kurzerhand die gegnerische Dame im Feindesland (a8) „mattsetzte“. Meine Wenigkeit hatte es mit einem ehrgeizigen Jugendlichen zu tun, die bekanntermaßen relativ niedrige DWZ-Zahlen haben (in diesem Fall immerhin schon 1795), aber deutlich besser spielen, vor allem taktisch. Nach einem schwachen Zug meinerseits folgte ein taktischer Schlag samt Bauernverlust. Allerdings hätte ich diesen Bauern samt aktiver Stellung zurückbekommen, worauf mein Gegner ein Dauerschach gab. Unterdessen hatte der ebenfalls angeschlagene Oliver in ausgeglichener Stellung remis gemacht. Ein herzliches Dankeschön auch an ihn, dass er trotzdem zur Verfügung stand! Es ist unheimlich wertvoll, solche Spieler im Team zu haben, die sich derart einsetzen! Rainer lieferte einen Start-Ziel-Sieg ab. Zunächst sicherte er sich das Läuferpaar gegen zwei Springer, dann gewann er einen Bauern, und am Ende veropferte sich der Gegner auch noch. überzeugender kann man kaum spielen. Das sah alles so leicht, locker und beschwingt aus! Beim Stand von 3,5:1,5 setzte es unsere einzige Niederlage am heutigen Tag. Fritzi hatte es an Brett 2 mit dem stärksten Rosenheimer an diesem Tag zu tun. So sehr er sich mit seinem bekannt angriffslustigen Stil bemühte, so trocken wurde er abgeblockt. Nach einem Bauernverlust war die Luft raus. Aber da waren ja noch unsere beiden Bretter drei und vier. Unser vielfacher Club- und Stadtmeister Klaus legte eine Topleistung hin. Bei ihm hatte man nie das Gefühl, dass etwas schief gehen könnte. Zuverlässig und mit einem klaren Konzept drang er am Ende mit Dame und Läufer auf den weißen Feldern in die gegnerische Stellung ein und erzwang das Matt! Es ist immer etwas Besonderes, den Siegpunkt einzufahren. Dieses Privileg war heute Klaus vorbehalten. Der Dritte im Bunde, der gesundheitlich angeschlagen ans Brett ging, war unser Neuzugang Sven Szalewa. Unglücklicher Weise hatte er die längste Partie des Tages. Wenigstens kam es nicht mehr auf sein Ergebnis an. Er konnte also unbelastet mit seiner Mehrqualität nach dem geeigneten Gewinnweg suchen, den er schließlich auch fand. Das war ein Einstand nach Maß! Seit meinem Clubeintritt im Jahr 1973 habe ich schon einige ämter inne gehabt, aber noch nie das des Mannschaftsführers der ersten Mannschaft. Somit feierte ich heute auch eine Premiere. Ich war aufgeregt und nervös wie ein Erstklässler am ersten Schultag! Aber dieses Feuer und dieser Ehrgeiz muss vorhanden sein, sonst können wir gemeinsam keinen Erfolg haben. Und mit diesem Team kann man wirklich „etwas reißen“, das habe ich heute gespürt. Die Einstellung stimmt bei allen, und das macht mich glücklich und zufrieden. Weiter so! | ||||||||
