Mannschaftsaufstellung

      

Mannschaftskämpfe 2008/09

Mannschaftsbilanz SC Starnberg

Regionalliga Süd-OstDWZ1
EBE
2
PAS2
3
PAR2
4
WAL
5
FRE
6
ILM
7
GRÄ
8
TRO
9
LNH
Punkte%Brett
1 Schäfer,Matthias 2274½+01½½½14/7 57.1%1.0
3 Terzic,Safet 219910½½0½½½14½/9 50%1.9
4 Absmaier,Friedrich 209210½½100½½4/9 44.4%2.9
5 Litzka,Matthias,Dr. 20791½1½/2 75%4.0
6 Tuchenhagen,Axel 20340101½½03/7 42.9%4.1
7 Gschwendtner,Klaus 2070½11010½15/8 62.5%4.9
8 Pappenheim,Rainer,Dr. 1924½0100½½2½/7 35.7%5.7
10 Fließbach,Torsten 2033½½1/2 50%7.0
11 Rulik,Oliver 193901½½½2½/5 50%6.8
12 von Schmädel,Clemens 1905½11½½½4/6 66.7%6.8
13 Strecker,Gerhard,Dr. 1805½½/1 50%7.0
14 Winkler,Stefan 1851½0½½1½/4 37.5%7.3
15 Kraft,Dieter,Dr. 1767½½001/4 25%8.0
Ergebnis53445
Brettpunkte5813½172123½27313635/7149.3%
Mannschaftspunkte2244555688/1844.4%
Platzierung453767777

9.Runde am Sonntag, 29.03.2009, 10:00 Uhr
2
SC Starnberg
-
SK Landshut
5:3

Die letzte Runde scheint wirklich unsere zu sein. Schon im vergangenen Jahr zeigten wir hier unsere beste Saisonleistung und auch diesmal konnten wir überzeugend gewinnen. Diverse Rechenspiele vor der Begegnung interessierten uns dabei nicht, für uns zählten nur die zwei Punkte.
Und wir legten los wie die Feuerwehr. Genauer gesagt: Safet legte los wie die Feuerwehr. In bestem Magnus-Carlsen-Stil griff er mit Weiß die Sizilianisch-Scheveninger-Stellung seines Gegners an und verbrauchte dabei kaum Bedenkzeit - im Schnitt weniger als eine Minute pro Zug. Nach 28 Zügen war die Festung des Gegners erstürmt und das 1:0 für uns perfekt. Nach einem soliden Schwarz-Remis von Herrn Fließbach baute Klaus mit dem nächsten stürmischen Königsangriff die Führung aus. In einer Philidor-Variante hatte er lang rochiert und dann nacheinander Figur und Qualität geopfert, um schließlich den wehrlosen gegnerischen König zu erlegen. Wir verwalteten die Führung nun etwas: Zunächst erzielte Fritz gegen den nominell sehr starken Wolfgang Schmidt ein sicheres Remis. Anschließend einigten sich Clemens und sein Gegner auf die Punkteteilung, wodurch Clemens seine Regionalliga-Saison ungeschlagen beendete. Eine hervorragende Leistung, wenn man bedenkt, dass er in 5 von 6 Partien Schwarz hatte!
Letztendlich war es mir vorbehalten, den Mannschaftskampf zu entscheiden. In einer interessanten Positionspartie konnte ich, nachdem ich früh einen Bauern - allerdings gegen gewisse Kompensation - gewonnen hatte, meine Stellung konsolidieren und beim übergang ins Endspiel einen entscheidende Kombination spielen - 4,5:1,5 für uns. Dass Axel eine anfangs sehr aussichtsreiche Stellung nicht halten konnte fiel dann ebenso wenig ins Gewicht wie ein möglicherweise verpasster Sieg durch Zeitüberschreitung am Brett von Matthias. Dort machte sein Gegner zwar keine 40 Züge innerhalb von zwei Stunden. Allerdings war nicht klar, ob Matthias selbst die Zeitkontrolle geschafft hatte - die Meinungen gingen hier auseinander (ich selbst hab als Schiedsrichter die Situation nicht gesehen). Da die Partie für den Ausgang des Kampfes aber keine Bedeutung hatte, einigte man sich schiedlich friedlich auf Remis. Damit war der versöhnliche Saisonabschluss perfekt (übrigens mit dem gleichen Ergebnis, mit dem wir in der Vorsaison die letzte Runde gewonnen hatten).
Ich danke allen Spielern der Ersten - diese Saison waren es mit 13 Leuten besonders viele - für Ihren großen Einsatz und besonders auch Gerhard, dass er auf viele Spieler zugunsten der Ersten verzichtet hat. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns alle zusammen noch zu einem Saisonabschlussessen treffen könnten. Einen Vorgeschmack darauf bekamen wir bereits am Sonntag nach dem Match auf Einladung unseres 1. Vorsitzenden - vielen Dank Alfred, der Italiener war spitze!

8.Runde am Sonntag, 15.03.2009, 10:00 Uhr
4
TSV Trostberg
-
SC Starnberg
4:4

Abstiegskampf macht keinen Spaß! Stefan hat mir das am Sonntag eindringlich gesagt, und ich kann ihm nur beipflichten. Es lastet so ein seltsamer Druck auf den Schultern und man weiß - sofern man nicht gewinnt - nie, wie weit man damit dem Abgrund näher gekommen ist. In unserem Fall denke ich aber, dass es ein gewonnener Punkt in Trostberg gewesen ist.
Das wird besonders deutlich, wenn man auf unsere Aufstellung blickt. Ich hab die Absagen nicht mehr gezählt, weiß aber, dass mit dem grippeerkrankten Klaus am Freitag selbst der zuverlässigste Starnberger Mohikaner passen musste. Zudem gingen Fritz (mit Magen-Darm-Virus) und ich (Erkältung im Wachstumsstadium) mit reichlich Chemie im Blut an die Bretter - wie gut, dass es im Amateurbereich noch keine Dopingproben gibt!
Zumindest mit viel Sauerstoff im Hirn waren Safet und ich ausgestattet. Wir fuhren nämlich zum falschen Spiellokal und spazierten anschließend eine knappe Dreiviertelstunde die Alz entlang (leider die meiste Zeit am falschen Ufer!) auf der Suche nach der ersehnten Spielstätte. Mit reichlich Zeitnachteil, aber vielen neu gewonnenen Trostberger Ortskenntnissen machten aber schließlich auch wir unsere ersten Züge.
Nach diesen Turbulenzen zu Beginn verlief das Match dann sehr ausgeglichen und endete vermutlich leistungsgerecht mit einem 4:4. Die Partien waren dabei abwechslungsreicher als es das Ergebnis aussagt. Zu den Details der einzelnen Partien kann ich aber wenig sagen, da ich sehr mit meiner eigenen beschäftigt war. Die Kollegen meinten aber, das Ergebnis geht in Ordnung. Deshalb war die Stimmung am Ende denn auch positiv optimistisch.
Mit Blick auf die Tabelle hat sich unsere Ausgangsposition vor der Finalrunde sicher etwas entspannt. Wir wissen aber, dass wir noch nicht durch sind. Deshalb werden wir sehr konzentriert in die Begegnung gegen Landshut gehen, und hoffentlich können wir die Saison dort mit einem Erfolgserlebnis beenden.

7.Runde am Sonntag, 01.03.2009, 10:00 Uhr
3
SC Starnberg
-
SK Gräfelfing
3½:4½

Es hätte ein herrlicher Tag werden können - der meteorologische Frühlingsanfang hatte uns einen wunderbaren Sonnentag beschert, den wir nur zu gern mit einem Sieg gegen unseren gern gesehenen (obwohl schwer zu spielenden!) Lokalrivalen aus Gräfelfing gekrönt hätten. Es kam leider anders. Die Begegnung wurde zwar kein Prager Frühling für uns, sie endete aber zum zweiten Mal in der Saison mit dem unglücklichsten aller Ergebnisse - 3,5:4,5.
Die sieben Unentschieden täuschen vermutlich über den intensiven Kampfverlauf hinweg. Ich selbst konnte zwar nur ein Kurzremis beisteuern und musste den Wettkampf berufsbedingt schon nach einer Stunde verlassen. Abgesehen von Safets Begegnung, die ebenfalls schnell mit der Punkteteilung endete, standen viele Partien aber Spitz auf Knopf. Die größten Chancen auf einen vollen Punktgewinn hatten wir wohl an den letzten beiden Brettern. Dort gewann Herr Fließbach dank seines mächtigen Läuferpaars einen Bauern, leider aber nicht die Partie. Oliver hatte ebenfalls eine vorteilhafte Stellung auf dem Brett, in dem er sich zwischen einem aussichtsreichen Qualitätsopfer und dem übergang in ein vermeintlich besseres Bauernendspiel entscheiden musste. Oliver wählte Letzteres, konnte aber schließlich auch nicht mehr als einen halben Punkt herausholen. Und wie´s dann eben so geht: Wenn Du unten stehst, kommt irgendwann das Gegentor bzw. der Brettpunkt für den Gegner. In diesem Fall war Fritz der Leidtragende, dessen Springer und Isolani-Bauer sich ebenfalls im Endspiel als zu schach gegen den aktiven gegnerischen König und Läufer erwiesen. Den Rückstand konnten wir trotz starken Widerstands und einer sehenswerten Remisrettung von Klaus nicht mehr drehen.
So bleibt es dabei: Während Gräfelfing weiter um den Aufstieg spielen kann, sind wir endgültig im Abstiegskampf angekommen. Gegen Trostberg am 15.3 zählt deshalb nur ein Sieg. Ich hoffe, dass wir gut aufgestellt sind und viel Leidenschaft am Brett zeigen.

6.Runde am Sonntag, 01.02.2009, 10:00 Uhr
3
SV Ilmmünster
-
SC Starnberg
5½:2½

Eine auch in dieser Höhe verdiente 2,5:5,5-Pleite ereilte die stark ersatzgeschwächte Erste beim Tabellenletzten der Regionalliga Südost. Unser treuer Spitzenspieler Matthias Schäfer konnte heute leider aus beruflichen Gründen nicht mitwirken. Er fehlte an allen Ecken und Enden! Dabei fing es gar nicht schlecht an: Gleich nach Oliver Ruliks Remis nach dem 17. Zug (Minusbauer) steuerte Safet Terzic am Spitzenbrett gegen den starken Markus Lammers (DWZ 2243, ELO 2297) ein weiteres Remis aus der Position der Stärke bei. Doch dann folgte eine selten gesehene Niederlagenserie: Beteiligt waren Fritz Absmaier (Zeitüberschreitung in einem hoch komplizierten Winawer-Franzosen), Dr. Dieter Kraft (Qualitätsverlust), Klaus Gschwendtner (Springer abhanden gekommen) und Dr. Rainer Pappenheim (Endspiel T+B gegen T+B). Der Berichterstatter spielte gegen seinen nominell deutlich stärkeren Gegner eine 5 ½-stündige Kampfpartie und versuchte angesichts des Gesamtspielstandes, ein ausgeglichenes Turmendspiel (T+2B gegen T+2B) noch zu gewinnen – vergeblich. Zum Glück haben wir aber unseren alten Haudegen Axel Tuchenhagen. Als Einziger schaffte er es an diesem ansonsten rabenschwarzen Tag, den ganzen Punkt einzufahren. In einer sehenswerten Partie rang er seinen zähen Widersacher schließlich nieder und verkürzte wenigstens noch auf 2,5:5,5.
Nun können wir uns bis zum 01.03. wieder sammeln und Wunden lecken. Dann geht es gegen unseren Dauergegner Gräfelfing. Für diesen Kampf müssen wir unsere Kräfte bündeln und dagegen halten, denn mit der heutigen Leistung wird gegen diesen Kontrahenten kein Blumentopf zu gewinnen sein. Es wäre äußerst wünschenswert, wenn wir endlich mal wieder in Bestaufstellung antreten könnten. Wir haben ein großartiges Potenzial, bringen dieses aber leider viel zu selten ans Brett. Das einzig Positive am heutigen Tag waren die anderen Ergebnisse. Die beiden neuen Tabellenletzten heißen nun Pang 2 und Ebersberg. Unser Team belegt mit 5:7 Zählern und weiterhin drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge den 7. Platz.
Es grüßt betrübt der Ersatzkapitän des Ersatzkapitäns Stefan

5.Runde am Sonntag, 18.01.2009, 10:00 Uhr
4
SC Starnberg
-
SK Freising
4:4

Ein Remis gegen einen gut aufgestelllten Tabellenführer ist sicher kein schlechtes Ergebnis - zumal wir die drei letzten Begegnungen gegen Freising allesamt verloren haben. Dennoch können wir uns über den Punkt nur ein bisschen freuen. Denn es war ein bisschen wie bei den deutschen Handballern im WM-Auftakt gegen Russland - es war einfach mehr drin!
Bereits die erste entschiedene Partie hätte zu unseren Gunsten laufen können: Denn Oliver verfügte in einem Endspiel dank eines starken zentralisierten Springers gegenüber einem blockierten gegnerischen Läufer über einen kleinen, aber permanenten Vorteil. Doch Oliver traute seinen Siegchancen nicht recht und gab sich mit der Punkteteilung zufrieden. Volle Zähler heimsten dafür Klaus und Fritzi mit flotten Angriffspartien ein. Kurios war die Situation bei Klaus, der mir während der Partie mitteilte, er fühle sich wegen eines halb ausgebrochenen Infekts miserabel und versuche, schnell Remis zu machen. Irgendwann wurde seine Stellung dann aber einfach zu gut...
Leider lag zwischen den beiden Siegen für uns eine Niederlage für Safet. Unser Altmeister war recht gut aus der Eröffnung gekommen, vertauschte dann aber zwei Züge, was eine effektvolle Kombination seines Gegners zuließ. Daraufhin wickelte Safet in ein Doppelturm-Läufer-Endspiel mit Minusbauer ab, was er aber leider nicht halten konnte. Dennoch schienen wir auf der Siegerstraße - hätte ich meine leichten Vorteile in einem damenlosen Mittelspiel genutzt. Die größte Chance bot sich mir in der Zeitnotphase, als ich mit einem relativ einfachem taktischen Schlag einen wichtigen Bauern hätte gewinnen und die Stellung meines Gegners vermutlich zum Einsturz hätte bringen können. Wie sich in der Analyse herausstellte, hätten mir sogar mehrere alternative Fortsetzungen gutes Spiel gegeben. Doch ich machte leider einen sehr schwachen Zug und musste anschließend in ein totremises Endspiel abwickeln.
Dieser verschenkte halbe Zähler schien richtig teuer zu werden, als Rainer und Axel ihre schwierigen Stellungen trotz großen Kampfes aufgeben mussten und wir plötzlich 3:4 zurück lagen. Doch zum Glück behielt Matthias in seiner hochkomplexen Partie nach fast sechs Stunden Spielzeit die Nerven. Mit Dame und Turm gegen Doppelturm und Läufer musste Matthias großes Risiko gehen, um entscheidenden Vorteil zu erlangen. Matthias wehrte aber alle Drohungen ab
und beendete den Mannschaftskampf mit einem erfolgreichen Königsangriff.
So war es zumindest nicht nötig, ein weiteres Mal den Freising-Blues anzustimmen. Dennoch zeigt uns der Blick auf die Tabelle, dass wir dringend noch weitere Punkte brauchen, um uns von der Abstiegszone zu entfernen. Deshalb hoffen wir, dass wir in zwei Wochen in Ilmmünster nachlegen und unsere Chancen konsequenter nutzen können.

4.Runde am Sonntag, 14.12.2008, 10:00 Uhr
2
SC Waldkraiburg
-
SC Starnberg
4½:3½

Das ist ne schöne Bescherung, die wir aus Waldkraiburg mitbringen. Die zweite Pleite im dritten Auswärtsspiel, das hatten wir uns anders vorgestellt. Es hat sich aber schon angedeutet - und zwar deutlich vor dem ersten Zug der Begegnung.
Denn wieder mal setzte es eine immense Absageflut, so dass wir noch am Samstag gegen 17 Uhr das Team umbauen mussten. Mein Dank gilt hier besonders Stefan und Herrn Dr. Kraft für Ihren kurzfristigen Einsatz sowie Gerhard für sein Verständnis und seine Bereitschaft, mit einer dezimierten Mannschaft gegen Tutzing zu spielen (und dabei ein sehr achtbares Ergebnis zu erzielen!).
Achtbar kann man unser Ergebnis nicht wirklich nennen, aber wegen unserer zahlreichen Ausfälle waren wir auch nur leichter Favorit. Es sah aber zunächst so aus, dass wir das Beste aus der Situation machen könnten. Denn Oliver zeigte eine sehenswerte Angriffspartie im Rossolimo-Sizilianer und brachte uns in Führung. Die frühen Remisschlüsse von Safet, Clemens und Fritz schienen uns auch in die Hände zu spielen. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle konnte ich mit einem erfolgreichen Königsangriff auf 3,5:1,5 erhöhen. Doch just zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung bereits gekippt. Das größte Drama spielte sich dabei an Stefans Brett ab: Mit energischem Spiel hatte er einen Mehrbauern erbeutet und eine verheißungsvolle Angriffsstellung aufgebaut. Doch in Zeitnot lief er in eine tödliche Fesselung und büßte entscheidend Material ein. Daraufhin konnte er den Partieverlust nicht mehr vermeiden und musste sich darüber hinaus noch einige abfällige Gesten seines Gegners gefallen lassen.
Das war aber die einzige Partie, in der die Bandbreite des Fair Play strapaziert wurde. Insgesamt verlief die Begegnung absolut angemessen und in freunschaftlicher Atmosphäre. Deshalb können wir uns auch nicht über die Verluste von Dr. Kraft und Klaus beschweren. Beide waren gut aus der Eröffnung gekommen, verpassten aber im Mittelspiel die korrekten Fortsetzungen und gerieten in Nachteil. Während Klaus anschließend einen ganzen Turm ins Geschäft steckte, um das Spiel zu verwickeln, versuchte es Dr. Kraft mit einem Qualitätsopfer. Letztlich gingen aber beide Opfer nicht auf und die Materialvorteile der Waldkraiburger setzten sich durch. So stand schließlich eine knappe und - besonders wenn man Stefans Partie betrachtet - sehr unglückliche Niederlage zu Buche.
Natürlich ist das alles andere als ein erfolgreicher Jahresabschluss. Chancen zur Wiedergutmachung gibt es aber erst in ein paar Wochen, wenn der aktuelle Tabellenführer, der SK Freising, in Starnberg gastiert. Bis dahin wünschen wir allen Unterstützern und Freunden der Ersten sowie uns selbst schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

3.Runde am Sonntag, 30.11.2008, 10:00 Uhr
5
SC Starnberg
-
SG Pang/Rosenheim II
5½:2½
2.Runde am Sonntag, 26.10.2008, 10:00 Uhr
1
SK Passau II
-
SC Starnberg
5:3

Unser Urteil gegen 17 Uhr in einer Passauer Bahnhofsgaststätte fiel eindeutig aus: Da war heute mehr drin! Hatten wir letztes Jahr an gleicher Stätte noch überzeugend gewonnen, ließen wir diesmal wichtige Zähler liegen.
Dabei waren die Voraussetzungen für das Match gar nicht schlecht: Durch die Zeitumstellung durften wir vor dem weitesten Auswärtsspiel in der Saison länger schlafen, außerdem hatten es Wetter und Straßenverhältnisse nach Niederbayern gut mit uns gemeint. Im Kampf selbst gab es dann sogar eine unerwartet frühe Führung für uns. Denn mein Gegner, FM Arpad Geller, erschien - auch zur überraschung der Heimmannschaft - nicht am Brett. Um 11 Uhr war damit mein schachlicher Arbeitstag bereits beendet und ein kampfloser Sieg eingefahren. Da ich aber doch gerne ein bisschen Hirnschmalz einsetzen wollte, hoffte ich anschließend, dass die ein oder andere Partie früh zu Ende geht und ich mich an ein paar spannenden Analysen beteiligen kann.
Frühe Partieschlüsse kamen auch tatsächlich, nur leider mit den falschen Ergebnissen. Denn erst war Rainer nach zwei ungenauen Zügen im c3-Sizilianer in einen tödlichen Figurenangriff gegen seinen unrochierten König geraten.
Etwa parallel verspeiste Safets Dame in einem Sizilianisch-Scheveninger-Stellungstyp einen vergifteten Bauern auf b2. Nach einem stillen Läuferzug seines Gegners konnte Safet den Verlust seiner Regentin dann nur durch ein Figurenopfer gegen drei Bauern verhindern. Im folgenden Mittelspiel erwies sich die Mehrfigur aber als deutlich agiler als die Bauernmasse und Safet blieb wie Rainer schließlich nur die Gratulation an den Gegner.
An Brett 5 keimte aber Hoffnung auf: Klaus hatte in einer schwierigen, positionellen Partie mit einem hübschen Qualitätsopfer entscheidenden Vorteil erreicht. Sein weißfeldriger Läufer in Verbindung mit der umtriebigen Königin setzten dem gegnerischen König stark zu und eroberten gleichzeitig einen Bauern nach dem anderen. Das einzige Manko an Klaus´ Stellung war sein etwas gelüfteter König, der denn auch unter kurzzeitigen Beschuss der gegnerischen Dame geriet. Die Schachs gingen aber aus, der Materialvorteil blieb, deshalb Punkt für Klaus - 2:2.
Die Vorentschiedung zu Gunsten von Passau fiel dann in der Zeitnotphase vor der ersten Zeitkontrolle. Fritz, der wegen des engen Spielstandes, bereits Remis ablehnen musste, versuchte in einem komplizierten Spanier die Lücke im gegnerischen Verteidigungsbollwerk zu finden. Dabei setzte er auf ein zweischneidiges Figurenopfer, das ihm zwar die Initiative, aber auch eine schwer zu spielende Stellung einbrachte. Fritz konnte die Initiative schließlich nicht am Kochen halten, wonach sich die Kompensation verflüchtigte und er mit Minusfigur auf verlorenem Posten stand. Keine guten Nachrichten auch von Oliver: Er hatte im Mittelspiel einen Bauern eingebüßt und sah bei entgegen gesetzten Rochaden schwere Armada auf seinen König zurollen. Plötzlich eröffnete sich ihm aber die Möglichkeit, eine Figur zu gewinnen - seinen König hätte er allerdings weitgehend seinem Schicksal überlassen müssen. Dennoch - in der Analyse war es schwer, einen klaren Gewinnweg für seinen Gegner zu finden, so dass Oliver mit der Mehrfigur womöglich praktische Chancen geblieben wären. In der Partie erwies sich schließlich der Mehrbauer im Leichtfigurenendspiel als entscheidend.
So gingen wir mit einem 2:4-Rückstand in die letzte Partiephase. Wir konnten damit nur auf ein ähnlich utopisches Wunder hoffen wie Kramnik in seinem WM-Match gegen Anand. Für uns reichte es aber nicht. Denn obwohl Axel eine große kämpferische Leistung bot und gegen den Ex-Gautinger Frank Ipfelkofer eine spektakuläre Partie spielte, reichte es zu nichts Zählbaren und er musste sich nach knapp 6 Stunden geschlagen geben. Der Schlusspunkt war schließlich wenig später uns vorenthalten. Clemens, der ebenfalls eine komplizierte Partie mit entgegen gesetzten Rochaden und wechselnden Materialverhältnissen gespielt hatte, konnte schließlich ein besseres Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abwickeln. In beiderseitiger Zeitnot führte er dieses dann überzeugend zum Sieg und machte unser Ergebnis etwas erträglicher.
Trotz der Niederlage möchte ich allen für Ihren großen kämpferischen Einsatz und auch den Strapazen, die ein langes Auswärtsspiel eben so mit sich bringt, danken. Ich hoffe, dass wir den Kampfeswillen auch bei unserem ersten Saisonheimspiel gegen die SG Pang/Rosenheim II zeigen können. Vielleicht haben wird dann auch ein Quäntchen Glück - statt einem Quantum Trost (wie im neuen James Bond-Film)!?

1.Runde am Sonntag, 05.10.2008, 10:00 Uhr
5
SU Ebersberg-Grafing
-
SC Starnberg
3:5

Manchmal sieht man sich schneller wieder als man denkt. Das traf mit Sicherheit auf Ebersberg und uns zu. Denn erst im April haben wir uns eine nervenaufreibende Begegnung geliefert, bei der wir knapp das Nachsehen hatten. Nun gab es gleich zum Saisonauftakt Gelegenheit zur Revanche. Doch die Vorzeichen waren alles andere als gut - zu lang schien die Absagenliste der Stammspieler aus der Ersten. Doch glücklicherweise konnten wir mit Stefan und Dr. Kraft zwei äußerst motitvierte Spieler aus der Zweiten bekommen, die sich für uns als Edeljoker erwiesen. Sie hatten maßgeblichen Anteil daran, dass wir gegen eine - zugegeben auch etwas ersatzgeschwächte - Ebersberger Mannschaft einen erfolgreichen Saisonauftakt hinlegten.
Obwohl die Intensität der Begegnung deutlich geringer war als in unserem letzten Aufeinandertreffen, entwickelte sich an allen Brettern ein spannender Kampf mit sehr ausgeglichenen Partien. So überraschte es nicht, dass bis zur ersten Zeitkontrolle die Partien von Rainer, Clemens, Stephan und mir in Remisen endeten. Da wir an den verbleibenden Brettern aber nahezu durchweg mit leicht besseren Stellungen spielen konnten, waren die Remisschlüsse durchaus in unserem Sinne. Tatsächlich konnten schließlich Safet und Fritz die entscheidenden Nadelstiche setzen, während Klaus und Dr. Kraft sicher in den Remishafen einliefen.
Insgesamt also eine sehr abgeklärte Leistung von uns, die uns Selbstvertrauen gibt für die nächsten Aufgaben. Natürlich hoffen wir, dass dann der ein oder andere Stammspieler wieder dabei ist. Aber es ist auch beruhigend zu sehen, dass auch der vermeintlich zweite Anzug sehr gut passt.
Deshalb nochmals vielen Dank an Stephan und Dr. Kraft für die selbstbewussten Auftritte und wir freuen uns auf Eure nächsten Einsätze in der Ersten!